Von fremden Ländern in eigenen Städten | Pola Sieverding
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Pola Sieverding

POLA SIEVERDING
VULKANSTRASSE

 

Ort:
Vulkanstraße 27

 

Öffnungszeiten:
Mi–So, 12–20 Uhr

VULKANSTRASSE

 

Die Gegend um die Vulkanstraße ist der letzte Teil des ehemaligen Düsseldorfer Rotlichtviertels. Hier ist heute überall Sperrbezirk, außer am Bahndamm, wo ein Haus geschaffen wurde, das die meisten nur vom Zug aus kennen. An die 80 Prostituierte bieten hier im Hinterhofmilieu ihre Dienste an.

Von der einstigen Prägung des Viertels berichten sonst nur noch rudimentäre Zeichen wie die leicht verblassten Schilder der gerade erst geschlossenen Kneipe „Beim Box-Papst“ mit handgemalten Konterfeis von Graciano, Ali, Maske und Co. Pola Sieverding folgt diesen letzten Spuren einer verschwindenden Subkultur, die heute im Rahmen der ökonomischen Erneuerung des Viertels vom Aussterben bedroht ist, entlang der Geschichte von Wilfried Weiser – als „Box-Papst“ himself eine lebende Legende des Milieus. Sie führt mit ihrem Film auch zurück in den berühmt-berüchtigten Boxring, in dem damals viele prominente Größen dieses Sports die Fäuste fliegen ließen:

„,Vulkanstraße‘ ist ein Film, der über eine bestimmte Zeitspanne an einem spezifischen Ort und über die dort lebenden und gestaltenden Protagonisten spricht. Es ist eine Geschichte, die von der Entwicklung eines Viertels handelt und die Lebensstationen der dort ansässigen Menschen nachzeichnet. Es geht um Körper, die in den Ring steigen oder sich auf der Straße anbieten, die Erleichterung im Alkohol suchen, sich nach einem Früher sehnen und selbst mit dem Alter konfrontiert sind.“
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