Von fremden Ländern in eigenen Städten | tanzhaus nrw
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tanzhaus nrw

Residenzen im Realen

3. und 16. Juni

 

„Das tanzhaus nrw verlässt seine eigenen vier Wände: Statt das Publikum in den Theatersaal und in Tanzstudios einzuladen, entern verschiedene Künstler*innen Orte der Sorgearbeit und Selbstsorge in Düsseldorf. Finden die künstlerischen Prozesse sonst unter den Bedingungen der Tanzwelt in Studios hinter verschlossenen Türen statt, beschreiten sie jetzt neues Terrain, unterziehen künstlerische Praktiken und Reflexionsprozesse einem Reality-Check: Die Diakonie Flingern beherbergt Liz Rosenfeld und Rodrigo García Alves mit ihrer Recherche zu Hospiz-Konzepten. Das Zentrum Plus Friedrichstadt lädt Katja Heitmann ein, Körper-Algorithmen zu erforschen, und bei Fitness Unlimited trainiert das Kollektiv ZOO aktive Selbstsorge.

Es sind also jene Orte, die Anlaufstelle für Menschen sind, auf der Suche nach Gemeinschaft, nach Pflege und Zuwendung oder Gestaltung von Freizeit: im weitesten Sinne jene Räume, die sich der Sorge um den Menschen widmen. So wird die Kunst zu einem Ort, an dem aktuelle gesellschaftliche Fragen verhandelt werden: Wie sehen „care work“ und „affective work“ heute aus? Welche Rolle übernehmen die Künste darin? Wie und von wem lernen wir? Und wie transformieren diese Prozesse auch die Kunstinstitutionen und ihre Kooperationsmodelle?“ 

Infos zu den einzelnen Veranstaltungen siehe Programm 2018 

Im Rahmen von „Claiming Common Spaces“, einer Veranstaltung des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Bouchra Ouizguen

Corbeaux
30. Juni

 

Mit „Corbeaux“ reklamiert die marokkanische Choreografin Bouchra Ouizguen mit ihrem ausschließlich weiblichen Ensemble Raum und Sichtbarkeit und wirft Fragen nach der Handlungsmacht von Frauen im öffentlichen Raum auf. Gleichzeitig weist das gemeinsame Rufen, Tanzen und Singen auf Fragen der Gemeinschaftsbildung und der Weitergabe von Wissen über Generationen hinweg hin. Die Bewegungen und Rufe sind überlieferten Riten entlehnt und fügen sich in eine beeindruckende Klangskulptur. Dabei wird deutlich, was Bouchra Ouizguen antreibt: Sie ist überzeugt, dass die tradierten Formen die zeitgenössischsten sind. Allein dass sie existieren ist ein Beweis dafür, denn würden sie nicht immer im Jetzt aufgegriffen, wären sie schon längst ausgestorben.

23.06. – 26.06. sowie 28.06. Workshop „Corbeaux“, geleitet durch Bouchra Ouizguen, für Frauen zwischen 15 und 30 Jahren, Anmeldung und Informationen unter dramaturgie@tanzhaus-nrw.de Corbeaux findet außerdem am 29.6. im Rosengarten des Stadtmuseums und am 01.07. am Platz vor dem Museum Kunstpalast statt.

Konzept, künstlerische Leitung: Bouchra Ouizguen; Performerinnen: Kabboura Aït Hmad, Fatéma El Hanna, Halima Sahmoud, Fatna Ibn El Khatyb, Khadija Amrhar, Zahra Bensalem, MalikaSoukri, Noura Oujoute, Hasnae El Ouarga, Miryam Faquir; Administration: Mylène Gaillon. | Eine Produktion von Compagnie O / Bouchra Ouizguen, gefördert durch das Institut français Marokko. Das Gastspiel findet statt im Rahmen der Programmserie „Ceremony Now!“, gefördert durch die Kunststiftung NRW, sowie im Rahmen von „Claiming Common Spaces“, einer Veranstaltung des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Weiterhin gefördert durch die Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf.